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zurück | 04.08.2011 |
Warum es wichtig ist, ein Problemlöser zu seinWeshalb bleiben dann viele Menschen lieber unzufrieden?
Warum es wichtig ist, ein Problemlöser zu sein
Die Balance und Lebensfreude geht mittlerweile in unserer Gesellschaft zunehmend verloren. Wenn ich mit Menschen über Themen spreche, die ich als besonders wichtig ansehe und in Zukunft unbedingt verbessert werden sollten, damit wieder mehr Freude und Balance wahrgenommen wird, erschreckt mich in letzter Zeit die Resonanz. Immer häufiger höre ich dann Aussagen wie: „Ja, das sind ja schöne Dinge und es wäre toll, wenn man das hinbekäme. Aber das ist leider unmöglich.“ Nachdem ich das immer häufiger sowohl von Beratern oder Coaches, die in den verschiedensten Firmen tätig sind, als auch von Angestellten höre, habe ich mich gefragt, was denn da los ist in unserer Arbeitswelt. Wie kann es sein, dass wir uns mit dem, was uns unglücklich macht, einfach abfinden? Wollen wir uns denn nur noch fremdbestimmen lassen? Haben wir den Glauben an unsere Fähigkeiten verloren, etwas verändern zu können? Oder empfinden wir so starke Gegenströmungen, dass wir uns kraft- und hoffnungslos fühlen? Problemlöser leben am gesündestenEine Studie der Techniker Krankenkasse hatte 2009 ermittelt, dass es nur eine Sorte von Menschen gibt, die kaum gesundheitliche oder psychische Störungen zeigten. Es waren die Problemlöser. Also die Menschen, die sich nicht einfach mit unbefriedigenden Begebenheiten abfinden, sondern die aktiv etwas tun, um Verbesserungen zu erzeugen. Übrigens sind die, die herumpoltern und damit andere einschüchtern und so ihre Ziele erreichen, nicht mit Problemlösern gemeint. Die wiesen nämlich in der Studie noch mehr gesundheitliche Beeinträchtigungen auf als beispielsweise die Konfliktvermeider. Ganz oben auf der Skala befanden sich die In-sich-Hineinfresser. Also die, die sich ganz ordentlich ärgern, aber es weder rauslassen und noch versuchen Wege zu finden, wie eine Besserung erzeugt werden könnte. Ganz schlimm dabei ist, dass die dadurch erzeugte Aggressivität nach innen geht in den eigenen Körper. Wenn man dann nicht wenigstens regelmäßig Sport oder Bewegung zum Ausgleich betreibt, können langfristig sehr schlimme Krankheiten entstehen. Jeder hat die Chance, etwas zu verändernEs macht also unbedingt Sinn, sich bewusster, offener und ehrlicher mit den Dingen auseinander zu setzen, die einen stören. Dabei ist eine tolle Regel, die Sie sicher gut kennen, sehr hilfreich: „Change it, love it or leave it“. Zuerst sollten Sie sich fragen, falls Sie eine starke Unzufriedenheit spüren, ob die Sache änderbar ist. Gibt es eine Möglichkeit, hier etwas zu ändern? Liegt es in Ihrem Einflussbereich? Je mehr Sie selbst eine Sache beeinflussen können, umso eher können Sie sie ändern. Oder bedarf es eines offenen, konstruktiven Gesprächs? Dieser Schritt ist für die meisten eine sehr große Überwindung, aber extrem effektiv. Manchmal kann es auch sein, dass es nur eine Veränderung der eigenen Einstellung zu der Sache benötigt. Vielleicht geht es uns schon besser, wenn wir einen anderen Blickwinkel einnehmen. Aber wenn das auch nicht passt, dann kann es sogar sein, dass wir uns von der Sache trennen, sie beenden oder verlassen müssen. Der letzte Schritt wird meines Erachtens heute viel zu schnell vollzogen, wenn man mit einer Sache unzufrieden ist. Obwohl es sehr viel anstrengender ist, falls es beispielweise um ein Problem im Job geht, hieran zu arbeiten und gemeinsam nach für beide Seiten akzeptablen Lösungen zu suchen, merkt man anschließend, wie man daran persönlich gewachsen ist. Denn im Grunde brauchen wir sogar solche Unzufriedenheiten, weil sie uns helfen, zu wachsen und Neues zu lernen. Fangen Sie noch heute mit den ersten Schritten anAlso, wo ist Ihre aktuelle Baustelle, die Ihnen gerade nicht gefällt oder vielleicht sogar ganz stark missfällt? Schauen Sie sich diese Sache mal ganz genau von allen Seiten an. Trauen Sie sich, hier einfach mal genauer und mit offenem Herzen hinzuschauen. Was könnte es sein, dass diese Situation Ihnen sagen soll? Was könnte diese Sache mit Ihnen zu tun haben? Kann man da etwas ändern oder könnte man sogar damit klar kommen, wenn man sie anders betrachtet? Oder sollte man sich mit ganz neuen Lösungen beschäftigen? Was auch immer dabei herauskommt, ich habe sehr viel gelernt, wenn ich mir zu unangenehm wirkenden Situationen in Ruhe und mit der nötigen Distanz Gedanken gemacht habe und versuchte, eine neue und klarere Sichtweise zu bekommen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit ein paar Gedankenstöße geben und wünsche Ihnen noch einen energievollen und sommerlichen August.
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